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Regionale Notfunk-Übung - Notfunk-Gruppe Schwarzwald-Baar- Heuberg

Am 12.05.2018 führte die Notfunk-Gruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg eine regionale Notfunkübung durch.

Diese wurde von den Organisatoren mit folgenden Eckpunkten ausgeschrieben:

 Termin Samstag, 20.05.2017 
 Zeit 14:00 bis 16:00 Uhr MESZ 
 Voraussetzungen Jeder Teilnehmer beno?tigt eine unabhängige Stromversorgung, und eine Sende-Empfangsmöglichkeit auf 2m und/oder 70cm. 
 Drehbuch Jeder Teilnehmer erhält vor Beginn eine Art „Drehbuch“. In diesem befinden sich detaillierte Informationen zu der Lage und zu den Frequenzen. 
 Leitstation Die Leitstation befindet sich auf dem Klippeneck oberhalb Denkingen (Landkreis Tuttlingen JN48JC) in ca. 980m Höhe u?ber NN. Die Leitstation ist ebenfalls Notstrom versorgt und wird auf 2m sowie 70cm QRV sein.

Zur Abwechslung habe ich jetzt "nur" als Teilnehmer an einer Notfunkübung teilgenommen. Nachdem ich in den letzten Jahren einige Übungen organisiert und durchgeführt hatte war es mir wichtig auch mal die Sichtweise eines "einfachen" Teilnehmers einzunehmen.

Da mein QTH sich nicht in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg befindet war die Teilnahme für mich auch eine technische Herausforderung. Ich nutzte einen Portabelstandort auf einem Berg mit freier Sicht nach Süden. Aufgrund Erfahrungen aus früheren Notfunkübungen bei denen ich die Leitstation dort aufgebaut hatte konnte ich sicher sein aus dem Remstal eine direkte 2m-Verbindung zum Klippeneck aufbauen zu können.

 

Blick nach Süden in Richtung Klippeneck

Portable-Station im Funkkoffer mit Akkuversorgung

kleine 2m-Yagi-Antenne auf einem einfache Portabelmast

autarke Stromversorgung

Ausrüstung

Funkgerät

Ein älteres Mobilfunkgerät - Standard C-5608 - eingebaut in einen einfachen Baumarkt-Koffer.

Stromversorgung

Der Blei-Gel-Akku reichte locker aus um die Station für die Dauer der Übung zu versorgen. Dabei konnte ich ohne Probleme mit der vollen Sendeleistung des C-5608 ( 50 Watt) arbeiten.

Antenne

Eine 4-el-Yagi für 2m

Antennenmast

Ein altes ausgemustertes Scheinwerferstativ mit Normzapfen auf dem ein Zaunpfosten aufsteckt ist. Damit erreiche ich eine Antennehöhe von ca. 3m.

 

Stromversorgung

Die Portabelstation wurde mit einem Bleigel-Akku versorgt. Er war mit 85Ah voll geladen und versorgte das mit hoher Sendeleistung arbeitende Funkgerät für zwei Stunden mit Strom. 

Nach Abschluss der Übung wurde der Akku über ein Solarladeregler mit 4Ah wieder voll aufgeladen. 

Wenn man nun einen Entladegrad von maximal 70% ansetzt hätte dieser Akku die Notfunkstation bei diesem Sendeprofil ( ca. 10% ) bis zu 30 Stunden ohne nachzuladen versorgt. 

 

Übungsverlauf

Die Leitstation konnte ich ohne Probleme mit S7 empfangen. Da ich nur den Simplex-Zugang nutzte konnte ich leider nicht alle Teilnehmer hören. Für mich war die Übung quasi im "Sternverkehr". Trotzdem klappte die Verständigung erstaunlichweise sehr gut.

Gemäss dem Drehbuch konnte ich in den zwei Stunden Meldungen aus dem fiktiven Schadensgebiet "Unteres Remstal" an die Leitstation absetzen. Dabei habe ich mich auf allgemeine Lagemeldungen und Informationen für die Leitstation beschränkt.

"Welfare Traffic" konnten wir auch erfolgreich durchführen. Eine fiktive Besucherin aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis wollte wissen wie Niedereschach-Fischbach die Unwetter überstanden hatte. Die Leitstation konnte diese Informationen beschaffen und über Funk weitergeben.

 

persönliches Fazit als Teilnehmer:

Es hat Spass gemacht! Eine gute Gelegenheit mit wenig Aufwand ein Teil meiner Ausrüstung mal wieder einzusetzen und dabei zu überprüfen ob alles funktioniert.

Die Wiederholungsgefahr ist gross!

Bei der nächsten Notfunkübung der Notfunk-Gruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg werde ich auch wieder mitmachen. Dabei aber einen etwas grösseren Aufwand bei den Antennen betreiben. Ich möchte gerne wissen ob ich aus der Region Stuttgart dann auch über 70cm zum Klippeneck kommen kann.

 

Fazit als Distrikts-Notfunk-Referent:

Ein Lob an die Organisatoren! Die Übung war super organisiert. Der Ablauf hat gut geklappt. Die Dauer von zwei Stunden sind gut gewählt.

@all: Nehmt die Gelegenheiten von solchen Notfunkübungen wahr und nutzt diese um Euch und Eure Station fit zu halten.

 

Jürgen, DL8MA

Notfunkreferent Distrikt Württemberg [P]

 

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12.05.2018

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, DL8MA - Weinstadt-Grossheppach
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